Mudau. (lm) Zu einer offenen Mitgliederversammlung hatte der CDU-Gemeindeverband Mudau mit seinem Vorsitzenden Markus Friedrich ins Golfrestaurant eingeladen, wobei neben der Vorstellung der Arbeitsfelder von Gemeinderat, Kreisrat und Landes- bzw. Bundespolitik, insbesondere der Arbeit von Bundestags-Direktkandidatin Nina Warken, vor allem Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder im Fokus des Abends standen.

Markus Friedrich zeigte sich erfreut über die gute Resonanz seitens der Mitglieder sowie einigen interessierten Vertretern der FUB, wobei sein besonderer Willkommensgruß MdB Nina Warken, CDU-Kreisgeschäftsführer Jan Inhoff, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Kreisräten, Gemeinde- und Ortschaftsräten galt. Friedrich bemerkte, dass es auch außerhalb von Corona, nicht einfach sei, den Gemeindeverband lebendig zu erhalten, er aber der Meinung sei, dass genau das wichtig für die Basisarbeit einer Partei sei, vor allem im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen: „Es wird ein spannender Wahlkampf, aber wir brauchen stabile Verhältnisse.“ Den großen Parteien – und maßgeblich der CDU – sei die bisherige Stabilität nach dem 2. Weltkrieg mit rund 80 Jahren Frieden in Deutschland und damit einem guten Leben in diesem Land zu verdanken. Schon an der Basis – also im Ortsverband – sei es darum wichtig, Politik auch an die Jugend zu bringen, damit man allen Generationen gerecht werden könne.

Als Einleitung zu den Mitgliederehrungen ging Markus Friedrich auf den 75. Geburtstag der CDU im letzten Jahr ein und auf 50 bzw. 40 Jahre Mitgliedschaft der zu Ehrenden, die den Weg der Partei maßgeblich mitgeprägt hätten. Sein kurzer Rückblick auf die 70er und 80er Jahre zeigte die rasante Entwicklung in Mode, Politik, Umweltbewußtsein und Digitalisierung auf, bevor er zusammen mit Nina Warken und Jan Inhoff die zu Ehrenden mit Urkunden, Ehrennadeln und Präsenten als Dankeschön würdigte. Seit 50 Jahren sind Hans Androsch und Alfred Stich der CDU treu verbunden, seit über 45 Jahren gehört Norbert Banschbach und seit 40 Jahren gehören Franz Brenneis, Wilfried Breunig, Alfred Czech, Paul Haas, Peter Hoffmann, Franz Maurer, Rolf Mechler, Artur Müller, Herbert Münkel, Friedbert Schäfer, Günter Schröpfer und Ulrich Benig zum treuen und aktiven Mitgliederstamm.

Die aktuelle Arbeit, aber auch die derzeitigen Sorgen des Mudauer Gemeinderatsgremiums als der niedrigsten demokratischen und gleichzeitig der wesentlichsten Stelle für die Bürger der Gemeinde beleuchtete Gemeinderat Franz Brenneis ausführlich. Denn natürlich seien Kindergarten- und Schülerbetreuung, Bauplatz-Sicherungen, Gebühren-Entscheidungen usw. nicht immer einfache Entscheidungen und darum oft sehr diskussionsträchtig und Zeit raubend. Er würde sich darum mehr Interesse der Bürger für die Gemeinderatssitzungen wünschen.

Dr. Rippberger informierte als CDU-Fraktionsvorsitzender über das breite Entscheidungsfeld des Kreistags in Bildung, Wirtschaftsförderung, öffentlichem Nahverkehr, Abfallwirtschaft, usw. und meinte, dass die Mudauer sehr zufrieden sein könnten, dass sie gleich von drei Kreisräten aus eigenen Reihen in diesem Gremium vertreten werden. Als eines der schwierigsten Themen im Kreis nannte er die Neckar-Odenwald-Kliniken und bat Nina Warken um Unterstützung zum Erhalt dieser wichtigen Einrichtungen.

Die Bundestagsabgeordnete, 42 Jahre alt, Rechtsanwältin, verheiratet und Mutter von drei Söhnen stellte sich und ihre Standpunkte vor. Seit 2006 arbeitet Nina Warken als Rechtsanwältin und kann mittlerweile auf insgesamt 7 Jahre Bundestagserfahrung zurückblicken mit den Schwerpunkten Innenpolitik, Innere Sicherheit und Rechtspolitik. Seit 2004 ist sie im Stadtrat von Tauberbischofsheim und hält diese Basisarbeit auch für sehr wichtig als Grundlage für die Bundespolitik, ebenso wie ihre Mitgliedschaften in Heimatverein, Kunstverein, TSV, im Vorstand der Bürgerstiftung TBB und als Präsidentin der Landesvereinigung Baden-Württemberg des THW. Einsetzen will sich Nina Warken für den ländlichen Raum und seine komplette Infrastruktur, die Umwelt, eine starke Innenpolitik, gerechte Steuerpolitik und kompetente Wirtschaftspolitik, überzeugende Landwirtschaftspolitik sowie eine gerechte Sozialpolitik für alle Generationen. Eine rege Diskussion der Bundestagsabgeordneten mit den anwesenden Mitgliedern und Gästen rundete den harmonischen Abend ab. L.M.


Die Mudauer Union ehrte langjährige Mitglieder. Foto: Inhoff

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