Training Center Retten und Helfen in Mosbach besucht

Mosbach. (TN) Das Training Center Retten und Helfen (TCRH) in der ehemaligen Neckartalkaserne auf dem Mosbacher Bergfeld war Tagungsort des CDU-Kreisvorstands in seiner jüngsten Sitzung. TCRH-Geschäftsführer Jürgen Weinreuter und der Präsident des Bundesverband Rettungshunde e.V. (BRH), Jürgen Schart, führten zu Beginn der Sitzung in die vielfältigen Trainingsmöglichkeiten mit real nachgebildeten Szenarien ein. Insgesamt stehen auf über elf Hektar Gelände von der Höhenrettung über nachgebildete Erdbebengebiete bis zum Tauchbecken die unterschiedlichsten Örtlichkeiten für ein realitätsnahes Training für Rettungskräfte zur Verfügung.

„Das Trainingszentrum Retten und Helfen ist der optimale Standort um Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei optimal für ihre Einsätze unter realen Bedingungen auszubilden und man könne stolz sein, dass sich gerade im Neckar-Odenwald-Kreis eine solch einmalige Örtlichkeit befindet“, freute sich Kreisvorsitzender Markus Haas zusammenfassend und dankte für die Einladung.

Im Rahmen eines Impulsvortrags des ehemaligen KSK-Soldaten Mario Pröhl wurde anschließend die innere und äußere Sicherheit und die daraus resultierenden Gefahrenmomente beleuchtet. „Mit dem hier vorgehaltenen Gelände bieten sich für die Blaulicht- und Hilfsorganisationen die optimalen Voraussetzungen, um sich auf derartige Einsätze vorzubereiten“, stellte der Ausbilder dem Trainingsgelände ein hervorragendes Zeugnis aus.

Gemeinsam für Zukunft der Kliniken arbeiten

„Der Erhalt unserer Kliniken an beiden Standorten ist das wichtigste Ziel – mit dem jüngsten Kreistagsbeschluss sind wir einen Schritt weiter“, waren sich die Teilnehmer einig. Großes Verständnis herrschte unter den Vorstandsmitgliedern für die vielfältigen Bedenken und Proteste. Zeigt dies doch auch, dass das Schicksal der Kliniken den Menschen nicht egal ist. Die Proteste und die daraus abgeleiteten politischen Diskussionen und Fragestellungen seien Teil der gelebten Demokratie. Und zu dieser Demokratie gehöre es auch, demokratisch getroffene Entscheidungen zu akzeptieren, diese zu gestalten und gemeinsam in die Zukunft zu schauen. Es verwunderte einige daher umso mehr, dass sich ganze Fraktionen bei der Abstimmung im Kreistag geschlossen enthalten, also erkennbar keine Meinung äußern oder haben und anschließend in den sozialen Medien die getroffenen Entscheidungen massiv angehen und in Frage stellen.

Am Ende habe der Kreistag mit großer Mehrheit dem vorgeschlagenen Konsolidierungskurs mit allen bekannten Einschnitten zugestimmt. Für die CDU-Fraktion sei es mitnichten eine leichte Entscheidung gewesen, gehe es am Ende doch um die existenzielle Frage, ob man die Kliniken in kommunaler Trägerschaft für die Kreiseinwohner erhalten könne.

Nunmehr gelte es, die Klinikleitung an Ihren Versprechungen zu messen und gemeinsam dafür Sorge zu tragen, die Konsolidierung der Klinikfinanzen voranzubringen. „Dies geht nur, wenn die beiden Standorte gemeinsam für ihre Zukunft arbeiten und hierfür nicht nur von der Kreisspitze, sondern auch von den Kommunen und nicht zuletzt von den Bürgerinnen und Bürgern als Patienten das vollste Vertrauen ausgesprochen bekommen“, so die CDU-Kreisräte. Nur wenn die Einwohner auch nach wie vor in ihr Krankenhaus gingen, habe es eine Zukunft. Der Kreisvorstand dankte den Fraktionsmitgliedern der CDU sowie Landrat Dr. Achim Brötel für das umsichtige und rationale Handeln der letzten Wochen und Monate, fernab von Illusionen und jedem Populismus. Das alles stets verbunden mit dem obersten Ziel, das Beste für die Neckar-Odenwald-Kliniken sowie den Landkreis und seiner Einwohner auszuloten.

Abschließend war die aktuelle Situation in der Bundes-CDU Thema im Kreisvorstand. „Am 24. April werden wir einen starken Parteivorsitzenden haben“, so Markus Haas. Man zeigte sich froh und dankbar, dass die Wahl des Vorsitzenden bereits im April stattfinden wird und man nicht dem Beispiel der SPD folgen werde. Am Ende werde die CDU gestärkt und mit frischem Wind aus dem Parteitag gehen. Die CDU habe den Anspruch, die erfolgreiche Regierungsarbeit unter ihrer Führung fortzusetzen. Hierzu gelte es, das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler mit einem attraktiven Angebot zu gewinnen – ein „weiter so“ sei daher sicher keine Lösung.

Foto: © CDU Neckar-Odenwald-Kreis

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